Schutz­ge­biete im Bezirk

(Texte und Fotos von Josef Weinzettl)

Quelle:
Natur­schutz im Bur­gen­land – Teil I – Geschützte Gebiete von Mag. Koó Anton.

Natur­schutz­ge­biete im Bezirk Ober­wart:
Gal­gen­hü­gel bei Rech­nitz (19)
Fried­hofs­wie­sen in Jabing (20)
Laf­nitz-Stö­gers­bach-Auen in Wolfau (21)
Tro­cken­bio­top beim Fried­hof in Rech­nitz (22)

Land­schafts­schutz­ge­biete im Bezirk Ober­wart:
Bern­stein, Locken­haus, Rech­nitz (32)
Süd­bur­gen­län­di­sches Hügel– und Ter­ras­sen­land (33)

Natura-2000-Gebiete bzw. Euro­pa­schutz­ge­biete:
Bern­stein-Locken­haus-Rech­nitz
Süd­bur­gen­län­di­sches Hügel- und Ter­ras­sen­land
Laf­nitz und Laf­nitzauen (Ram­sar-Gebiet) 

Geschütz­ter Lebens­raum:
Wehofer­bach­wiese in Oberwart


Natur­schutz­ge­biet Gal­gen­hü­gel bei Rechnitz

  • Bezirk Ober­wart
  • Katas­tral­ge­meinde Rechnitz
  • Flä­che: 9 ha
  • See­höhe: 352 m

Infolge der güns­ti­gen kli­ma­ti­schen Lage ist die Land­schaft rund um Rech­nitz schon früh­zei­tig kul­ti­viert wor­den. An den Hän­gen wird auch heute noch Wein­bau betrie­ben. Ver­ein­zelt fin­det man noch Mager­wie­sen und ehe­mals bewei­dete Tro­cken­ra­sen als Reste einer einst weit­räu­mi­gen Weidelandschaft. 

Mit etwa 9 ha ist der Gal­gen­berg bei Rech­nitz der größte Tro­cken­ra­sen im Süd­bur­gen­land. Die Wärme und Tro­cken­heit lie­ben­den Pflan­zen­ge­sell­schaf­ten ver­dan­ken ihre Ent­ste­hung durch­wegs der mensch­li­chen Ein­fluss­nahme durch Rodung und Bewei­dung. Das in Form klei­ner Fels­fens­ter aus­tre­tende kris­tal­line Gestein besteht aus Kalk­phyl­lit, Phyl­lit und Grün­schie­fern. Die Böden der obe­ren Hang­la­gen sind stark ver­sau­ert und bil­den unzer­setz­ten Roh­hu­mus. Aus­wa­schungs­pro­zesse sind die Ursa­che einer von den Kup­pen zu den Unter­hän­gen ver­lau­fen­den Vege­ta­ti­ons­ab­folge von sau­ren bis basi­schen Trockenrasen. 


Natur­schutz­ge­biet Jabin­ger Fried­hofs­wie­sen 

  • Bezirk Ober­wart
  • Katas­tral­ge­meinde Jabing
  • Flä­che: 4 ha
  • See­höhe: 279 m

Die im Pin­ka­tal lie­gen­den Fried­hofs­wie­sen von Jabing sind der Rest eines ehe­mals aus­ge­dehn­ten, feuch­ten Tal­wie­sen­be­reichs. Heute sind sie von inten­siv acker­bau­lich genutz­ten Flä­chen umge­ben. Das etwa 4 ha große, von Gehöl­zen umge­bene Schutz­ge­biet weist cha­rak­te­ris­ti­sche Pfei­fen­gras­wie­sen mit Grau­wei­den­be­stän­den auf. Eine Reihe feuch­tig­keits­lie­bende Pflan­zen bil­den noch schöne Rest­be­stände. Infolge unter­schied­li­cher Boden­be­din­gun­gen und Bewirt­schaf­tungs­for­men sind meh­rere Wie­sen­ty­pen ent­stan­den.  Beson­dere Beach­tung ver­dient eine kleine Flä­che mit einer Pfeifengras-Streuwiese. 


Natur­schutz­ge­biet Fried­hofs­wie­sen in Rechnitz

  • Bezirk Ober­wart
  • Katas­tral­ge­meinde Rechnitz
  • Flä­che: 3 ha
  • See­höhe: 320 m

Die Wie­sen und Tro­cken­ra­sen nahe dem Rech­nit­zer Fried­hof sind der Rest einer einst weit­räu­mi­gen Wei­de­land­schaft, die in öst­li­cher Rich­tung bis zum Pre­digt­stuhl reichte.  Heute ist der größte Teil die­ses Gebie­tes mit Föh­ren und Robi­nien auf­ge­fors­tet. Domi­nie­rend sind Grün­schie­fer, die in meh­re­ren klei­nen “Fens­tern” an die Ober­flä­che tre­ten. Bedingt durch die ebene Lage kommt es jedoch nicht zu der star­ken Aus­wa­schung und Ver­saue­rung der Böden, wie dies in der Kup­pen­re­gion des Gal­gen­ber­ges zu beob­ach­ten ist. 


Natur­schutz­ge­biet Laf­nitz-Stö­gers­bach-Au in Wolfau und Ramsar-Schutzgebiet

Natur­schutz­ge­biet Wolfau mit groß­flä­chi­gen Wie­sen und mit einer dich­ten, bach­be­glei­ten­den Auenvegetation.
  • Bezirk Ober­wart
  • Katas­tral­ge­meinde Wolfau
  • Flä­che: 70 ha
  • See­höhe: 250 m

Der unre­gu­lierte, frei mäan­drie­rende Fluss­lauf der Laf­nitz ist von der Stö­gers­bach­mün­dung an, etwa 4 km fluss­auf­wärts, in einer für ganz Mit­tel­eu­ropa ein­ma­li­gen Aus­prä­gung erhal­ten geblie­ben. Mit etwa 40 Fluss­schlin­gen ist das Natur­schutz­ge­biet der am reichs­ten geglie­derte Abschnitt des gesam­ten Flusslaufes.

Die mäan­drie­rende Laf­nitz mit ihren aus­ge­präg­ten Ufer­ab­brü­chen und Anlandungen.

Die star­ken som­mer­li­chen Regen­fälle am Rande des pan­no­ni­schen Tief­lan­des füh­ren häu­fig zu Hoch­was­ser­er­eig­nis­sen, die, bedingt durch die unge­störte Fließ­dy­na­mik, eine aus­ge­prägte Glie­de­rung der Ufer in Prall- und Gleit­hang bewir­ken. Diese sind eine Vor­aus­set­zung für die Brut­vor­kom­men typi­scher Fluss­vo­gel­ar­ten wie Fluss­re­gen­pfei­fer, Fluss­ufer­läu­fer und Eis­vo­gel. In Ver­bin­dung mit dem unre­gu­lier­ten Gewäs­ser­ab­schnitt ist das angren­zende, bei Hoch­was­ser über eine Länge von 2 km über­flu­tete Tal bei Wolfau die viel­fäl­tigste Fluss­land­schaft im Burgenland.

Das von aus­ge­dehn­ten Wie­sen­flä­chen ein­ge­nom­mene Tal ist durch den mäan­drie­ren­den Lauf des Stö­gers­ba­ches sowie durch meh­rere Auge­wäs­ser (Alt­arme) reich geglie­dert. Ein­zel­bäume, Feld­ge­hölze, Wald­strei­fen, Hoch­stau­den­flu­ren und Brach­flä­chen tra­gen wei­ters zur natur­räum­li­chen Dif­fe­ren­zie­rung bei.

Die Laf­nitz ent­springt in den Hoch­la­gen zwi­schen Wech­sel und Masen­berg und mün­det in Ungarn in die Raab. Die Laf­nitz ist einer der ältes­ten grenz­bil­den­den Flüsse Euro­pas mit 19 Zubrin­ger­bä­chen (Wald­bach, Vor­au­bach, Lim­bach, Rohr­bach, Stö­gers­bach, Lun­gitz­bach, Safen­bach, Feis­tritz, Ritt­schein …).
Bei­nahe die gesamte Lauf­stre­cke des Flus­ses im Ram­sar-Schutz­ge­biet kann als natür­lich oder natur­nah ein­ge­stuft werden.

Fluss­lauf­typ:
Die Ursa­che für die noch vor­han­de­nen Mäan­der des Flus­ses liegt gleich­sam in sei­ner Unre­gu­lier­bar­keit, wofür meh­rere Gründe aus­schlag­ge­bend sind:

  • Durch Anlan­dung und Ero­sion ist der Grund­riss des Flus­ses stän­di­gen Ände­run­gen unter­wor­fen. Die Mäan­der ver­schie­ben sich fluss­ab­wärts und seit­lich. Rücken bei die­ser Ver­schie­bung die Mäan­der­schlei­fen immer näher zusam­men, so ent­steht an Eng­stel­len ein Durch­bruch bzw. ein Alt- oder Tot­arm. Einen star­ken Ein­fluss auf die Mäan­der­ver­schie­bung hat auch die Vege­ta­tion (Wur­zeln, umge­stürzte Bäume). Die hohe Dyna­mik des Flus­ses ver­schob stän­dig die Grenze zwi­schen der Stei­er­mark und dem Bur­gen­land, was lau­fend teure Kor­rek­tur­maß­nah­men nach sich zog, die kaum bis zum nächs­ten Hoch­was­ser hiel­ten. Die fast durch­ge­hende Mäan­drie­rung der Laf­nitz im Ver­lauf von bei­nahe 80 km dürfte ein­ma­lig für ganz Mit­tel­eu­ropa sein.
  • Die Laf­nitz weist damm­fluss­ar­tige Struk­tu­ren auf, d. h. sie fließt nicht in der tiefs­ten Linie des Tales. Sie erhöht stän­dig ihr Fluss­bett bedingt durch das gerin­gere Gefälle und die Ver­min­de­rung der Fließ­ge­schwin­dig­keit, wobei auch der Ufer­be­wuchs eine Brem­sung der Strö­mung bewirkt. Dies führt zum Abset­zen der Fest- und Schweb­stoffe und damit zur He-bung des Fluss­bet­tes und zur Damm­bil­dung, was zu Über­schwem­mun­gen führt und somit jed­wede Regu­lie­rungs­maß­nahme zunichte macht.
  • Ein wei­te­res Phä­no­men zeigt die Laf­nitz durch ihre Hoch­lage im Tal­bo­den. Dadurch kön­nen Neben­bä­che die Laf­nitz nur in Form einer ver­schlepp­ten Mün­dung errei­chen (Stö­gers­bach u. a.). Der geschie­be­rei­chere bzw. der damm­ar­tige Fluss ver­baut die Mün­dung des klei­ne­ren Neben­flus­ses, so-dass die­ser gezwun­gen ist, über län­gere Stre­cken par­al­lel zum Haupt­fluss zu flie­ßen, bis ihm der Durch­bruch gelingt.
  • Das Umfeld der Laf­nitz besteht aus Locker­ma­te­rial. Sand- und Schot­ter­auf­schüt­tun­gen erschwer­ten eben­falls den Bau von Ufer­be­fes­ti­gun­gen bzw. sind noch immer der Grund dafür, dass die Laf­nitz stän­dig ihren Lauf verändert.
  • Eine wei­tere Beson­der­heit der Laf­nitz ist die Aus­bil­dung eines Bin­nen­del­tas beim Zusam­men­flie­ßen mit der Feis­tritz, wobei hier nicht mehr ein­deu­tig fest­ge­legt wer­den kann, wel­cher der bei­den Flüsse in wel­chen mün­det. Wahr­schein­lich hat der stän­dige Kampf zwi­schen bei­den Flüs­sen zur Bil­dung die­ses Bin­nen­del­tas geführt.
Laf­nitz­re­gion – ab 1. Juni 2002 das 11. Ram­sar-Gebiet in Öster­reich – Bil­der einer Erfolgsstory

Gleich­zei­tig mit der Auf­wer­tung der gesam­ten Laf­nitz­re­gion zum Ram­s­ar­ge­biet wur­den auch soge­nannte “Laf­nitz­füh­rer” aus­ge­bil­det.
Die zukünf­ti­gen “Laf­nitz­füh­rer” nach erfolg­reich abge­leg­ter Prü­fung. Mit der Über­rei­chung des Zer­ti­fi­kats sind die Prüf­linge berech­tigt, Erleb­nis­füh­run­gen im Ram­sar-Gebiet durch­zu­füh­ren.
In Loi­pers­dorf-Kitz­la­den wurde bereits im Jahre 2000 das RIZ (Ram­sar-Infor­ma­ti­ons­zen­trum) eingerichtet.


Geschütz­ter Land­schafts­teil Wehofer­bach­wiese in Oberwart

  • Bezirk Ober­wart
  • Katas­tral­ge­meinde Oberwart
  • Flä­che: ca. 3 ha
  • Unter­schutz­stel­lung: 2010

Die Wehofer­bach­wiese ist rund 1,5 km nord­west­lich von Ober­wart, am lin­ken Ufer des Wehofer­ba­ches unweit der west­lich flie­ßen­den Pinka gele­gen. Mit einer Flä­che von 2,7843 ha umfasst das Gebiet eine der letz­ten Pfei­fen­gras­wie­sen im Bezirk Ober­wart. Von den umge­ben­den agra­risch genutz­ten Flä­chen ist die Wiese durch Wege und Gebü­schrei­hen getrennt. Struk­tu­riert wird das Wie­sen­ge­biet durch Grup­pen von Feld­ge­höl­zen und Wei­den­ge­bü­schen. Bemer­kens­wert sind die rela­tiv große Aus­deh­nung der Pfei­fen­gras­wiese und die über­aus arten­rei­che und cha­rak­te­ris­ti­sche Arten­zu­sam­men­set­zung des Lebensraumtyps. 

Infolge geziel­ter Pfle­ge­maß­nah­men in den letz­ten Jah­ren befin­det sich der Pflan­zen­be­stand in einem sehr guten Erhal­tungs­zu­stand und beher­bergt grö­ßere Popu­la­tio­nen einer Reihe von bedroh­ten Pflan­zen- und Tier­ar­ten. Die Wehofer­bach­wiese umfasst mit Aus­nahme der Feld­ge­hölze und Wei­den­ge­bü­sche zur Gänze einen Feucht­wie­sen­ty­pus, der im Anhang I der FFH-Richt­li­nie ange­führt ist. 


Land­schafts­schutz­ge­biet Bern­stein-Locken­haus-Rech­nitz  

Der Och­sen­rie­gel bei Redl­schlag beher­bergt einige
flo­ris­ti­sche Besonderheiten.
  • Bezirke Ober­wart und Oberpullendorf
  • ca. 30 Gemeinden
  • Flä­che: 25.000 ha

Das 25.000 ha große Land­schafts­schutz­ge­biet umfasst das Gün­ser und Bern­stei­ner Berg­land mit etwa 30 Katas­tral­ge­mein­den. Die bedeu­tends­ten Erhe­bun­gen sind das Stein­stückl (833 m), der Kien­berg (805 m) und die Redl­s­höhe (794).  Das Gün­ser Berg­land erhebt sich bei Güns (Kös­zeg) steil aus der Pan­no­ni­schen Tief­ebene und zieht in west­li­cher Rich­tung bis zum Sat­tel von Holz­schlag. Im Nor­den wird der Berg­zug von der Güns begrenzt. Im Gegen­satz zum Bern­stei­ner Berg­land bil­det er einen brei­ten Rücken mit ein­zeln auf­ge­setz­ten Kup­pen.  Die bedeu­tends­ten Erhe­bun­gen sind der Hir­schen­stein (862 m) und der Geschrie­ben­stein (883 m), die höchs­ten Berge des Bur­gen­lan­des.  Nach Nor­den fal­len die Hänge sanf­ter ab als nach Süden und bil­den lange und weite Täler, der Süd­ab­fall ist kurz und tief zertalt. 

Das kris­tal­line Grund­ge­birge umfasst eine Schicht­folge aus Phyl­li­ten, Kalk­schie­fern, Grün­schie­fern, Ser­pen­tini­ten und Brek­zien. Bedingt durch das rei­che Vor­kom­men von Ser­pen­tin ist das Bern­stei­ner Berg­land groß­flä­chig von natür­li­chen Rot­föh­ren­wäl­dern bewach­sen. Bei Bern­stein befin­det sich das größte Ser­pentin­vor­kom­men in Öster­reich. Auf Böden, die über Ser­pen­tin­ge­stein aus­ge­bil­det sind, herr­schen beson­dere öko­lo­gi­sche Bedin­gun­gen.  Das dunkle Gestein wird sehr rasch von der Sonne erwärmt und trock­net durch seine Was­ser­durch­läs­sig­keit stark aus. Die tro­cke­nen, sehr nähr­stoff­ar­men Roh­bö­den wei­sen über­dies einen Über­schuss an Magne­sium und gif­ti­gen Schwer­me­tal­len (Nickel, Chrom und Kobalt) auf. Der Ein­fluss die­ser ver­schie­de­nen Fak­to­ren bewirkt eine beson­dere Aus­lese unter den Pflan­zen­ar­ten. Nur wenige, viel­fach küm­mernde Arten sind hier anzu­tref­fen.  Die Merk­male der Wuchs­be­hin­de­rung bestehen in einem Zwerg­wuchs bei Kräu­tern, in Krüp­pel­wuchs bei Bäu­men sowie in der Ver­klei­ne­rung und Ver­di­ckung der Blattspreiten.


Land­schafts­schutz­ge­biet Süd­bur­gen­län­di­sches Ter­ras­sen- und Hügel­land  

Der Eisen­berg mit sei­nen land­schafts­prä­gen­den Weingärten.
  • Bezirke Ober­wart und Güssing
  • 20 Gemein­den
  • Flä­che: 13.900 ha

Rund 20 Gemein­den haben Anteil am Land­schafts­schutz­ge­biet Süd­bur­gen­län­di­sches Hügel- und Ter­ras­sen­land. Es umfasst meh­rere für das Süd­bur­gen­land cha­rak­te­ris­ti­sche Land­schaf­ten zwi­schen dem Pinka- und Strem­tal.
Der Durch­bruch der Pinka durch das Kris­tal­lin der süd­bur­gen­län­di­schen Schwelle zwi­schen Wop­pen­dorf und Burg voll­zieht sich in einer land­schaft­lich bemer­kens­wer­ten Eng­tal­stre­cke. Der natür­li­che, von Auge­höl­zen beglei­tete Bach­lauf der Pinka grenzt an steile Hang­wäl­der und Fels­ab­brü­che mit einer inter­es­san­ten Flora.
Süd­lich der Mün­dung des Tau­chen­ba­ches in die Pinka erhebt sich der Eisen­berg weit sicht­bar aus der Ebene. Die Bezeich­nung rührt ver­mut­lich von den früh­ge­schicht­li­chen Eisen­schmelz­stät­ten her, die hier mehr­fach gefun­den wur­den. Die über Glim­mer- und Chlo­rit­schie­fer aus­ge­bil­de­ten stei­ni­gen und pod­so­li­gen Brau­ner­den eig­nen sich sehr für den Wein­bau. An den Süd­hän­gen des Eisen­ber-ges sto­cken aus­ge­dehnte Wein­gär­ten, die von einem inter­es­san­ten Vege­ta­ti­ons­mo­saik aus Tro­cken­ra­sen, Krüp­pel­wald und Wald­säu­men durch­setzt sind.

Die Tscha­ter­berge sind gleich dem Eisen­berg aus kris­tal­li­nen Schich­ten auf­ge­baut, die dem Pen­ni­ni­kum ange­hö­ren, dem unters­ten tek­to­ni­schen Stock­werk der Zen­tral­al­pen. Die Wein­berge des Klein- und Hocht­scha­ter­ber­ges erhe­ben sich mit 365 m und 341 m aus der geschlos­se­nen Wald­land­schaft, die von boden­sauren Eichen­wäl­dern bewach­sen ist. An den süd­sei­tig gele­ge­nen Wein­gär­ten und Weg­bö­schun­gen kön­nen zahl­rei­che wär­me­lie­bende Pflan­zen ange­trof­fen werden.


Natur­park Geschrie­ben­stein ‑Irottkö  

Der Grenz­turm auf dem Geschrie­ben­stein bie­tet einen wun­der­ba­ren Aus­blick auf die Sanft­heit der Hügellandschaft.

Der erste grenz­über­schrei­tende Natur­park des Bur­gen­lan­des erstreckt sich rund um den Geschrie­ben­stein, der mit einer Höhe von 884 m die höchste Erhe­bung des Bur­gen­lan­des dar­stellt. Der Geschrie­ben­stein ist Teil des Gün­ser Gebir­ges und somit der letzte Aus­läu­fer der Zen­tral­al­pen im Osten Österreichs.

In einem der größ­ten zusam­men­hän­gen­den Wald­ge­biete im Osten Öster­reichs ste­hen über 50 km mar­kierte Wan­der­wege zur Ver­fü­gung, die durch einige “Lehr­pfade” ergänzt wer­den. Ein Jagd­lehr­pfad und ein Wein­lehr­pfad in Rech­nitz zei­gen Wis­sens­wer­tes über unsere Tier- und Pflan­zen­welt und über die Ent­ste­hung des Wei­nes. Eine Beson­der­heit stellt der Grenz­turm auf dem Geschrie­ben­stein dar. Von die­ser Aus­sichts­warte, durch deren Mitte die Staats­grenze zwi­schen Öster­reich und Ungarn ver­läuft, genießt der Wan­de­rer einen herr­li­chen Aus­blick über die sanfte Hügel­land­schaft des mitt­le­ren und süd­li­chen Burgenlandes.Offiziell eröff­net wurde der Park im Mai 1996.


Natura 2000-Gebiete im Bezirk Oberwart

Natura 2000 Gebiete im Bezirk
Quelle: Digi­ta­li­sierte Karte von Dr. Edu­ard Weber
  • Wild­fluss­ge­biet Laf­nitz inklu­sive dem Schutz­ge­biet Laf­nitz-Stö­gers­bach-Auen in Wolfau.
  • Land­schafts­schutz­ge­biet Bern­stein-Locken­haus-Rech­nitz inklu­sive der in ihm vor­kom­men­den Schutz­ge­biete (Gal­gen­berg bei und Fried­hof­areal in Rech­nitz) mit einer Gesamt­größe von ca. 25.000 ha.
  • Land­schafts­schutz­ge­biet Süd­bur­gen­län­di­sches Hügel- und Ter­ras­sen­land mit einer Gesamt­größe von 14.000 ha.