Gesetz­li­che Grundlagen

© Melanie Schloffer

Hier sind nur einige Hin­weise ange­führt, nach denen immer wie­der nach­ge­fragt wird!

Infor­ma­tio­nen zum aktu­el­len Geset­zes­werk und zu den Ver­ord­nun­gen sind über www.burgenland.at abrufbar.


Luft­rein­hal­te­ge­setz – Abbrennen:

  • Das flä­chen­hafte Abbren­nen von Böschun­gen, Grä­ben, Wie­sen­strei­fen usw. ist streng ver­bo­ten. Erlaubt ist das Abbren­nen von pflanz­li­chen Mate­ria­lien (Baum­schnitt, Laub …) in klei­nen Men­gen nur auf land- und forst­wirt­schaft­lich genutz­ten Flä­chen in der Zeit vom 16. Sep­tem­ber bis 30. April. 
  • Im Ver­bau­ungs­ge­baut (Orts­ge­biet) ist das Abbren­nen von bio­ge­nen Mate­ria­lien grund­sätz­lich verboten!
  • Das im Haus- und Hof­be­reich anfal­lende bio­gene Mate­rial ist mit der jewei­li­gen Grün­schnitt­de­po­nie der Gemeinde und mit der Bio­tonne gere­gelt. Bio­ge­nes Mate­rial darf daher nicht vom Haus- und Hof­be­reich ins Grün­land gebracht und dort ver­brannt werden.

Besei­ti­gung von Gebüsch­grup­pen, Hecken, Uferbegleitstreifen …:

  • Das Besei­ti­gen oder Zer­stö­ren stand­ort­ge­rech­ter, ein­hei­mi­scher Gebüsch­grup­pen, Hecken, Feld­ge­hölze und der bach­be­glei­ten­den Ufer­ve­ge­ta­tion ist ver­bo­ten. Pfle­ge­maß­nah­men sind hin­ge­gen in der Zeit vom 1. Okto­ber bis 1. März erlaubt. Unter Pfle­ge­maß­nah­men ver­steht man z.B. das Fäl­len eini­ger grö­ße­rer Bäume oder die Besei­ti­gung von den Was­ser­ab­fluss behin­dern­den Bäu­men und Sträu­chern. Kei­nes­falls ist dar­un­ter die Radi­ka­l­ent­fer­nung von Gebüsch­grup­pen, Sträu­chern, bach­be­glei­ten­den Bäu­men usw. gemeint!

Aber bitte beach­ten: 
Vor der Besei­ti­gung stand­ort­ge­rech­ter, ein­hei­mi­scher Gebüsch­grup­pen, Hecken, Feld­ge­hölze und bach­be­glei­ten­der Ufer­ve­ge­ta­tion muss unbe­dingt die BH Ober­wart und auch das haupt­amt­li­che Natur­schutz­or­gan bzw. bei bach­be­glei­ten­dem Gehölz­auf­wuchs auch das Lan­des­was­ser­bau­be­zirks­amt ver­stän­digt werden.


Umwelt­an­walt­schaft Burgenland

Tech­Lab Eisen­stadt, Bau­teil 1 – Erd­ge­schoß
7000 Eisen­stadt
Lan­des­um­welt­an­walt: Tel.: 057–600/2192 
Fax: 02682–600-2193
umweltanwalt.burgenland@bgld.gv.at

Lan­des­um­welt­an­walt des Bur­gen­lan­des
DI Dr. Michael Graf – seit 2. Mai 2018


1. Umwelt­an­walt d. Bur­gen­lan­des: 
Mag. Her­mann Früh­stück – seit Mitte 2015 in Pension

Als ehe­ma­li­ger Obmann des Öster­rei­chi­schen Natur­schutz­bun­des-Lan­des­gruppe Bur­gen­land war Her­mann Früh­stück über viele Jahre hin­weg ein über­aus enga­gier­ter und beharr­li­cher Natur- und Umwelt­schüt­zer der ers­ten Stunde, des­sen Arbeit für das Bur­gen­land nicht hoch genug geschätzt wer­den kann. Umso erfreu­li­cher ist es, dass er die für die Bestel­lung eines Umwelt­an­walts not­wen­di­gen Aus­wahl­kri­te­rien und Hea­rings bes­tens meis­terte und aus 16 Bewer­be­rin­nen und Bewer­bern von der Bur­gen­län­di­schen Lan­des­re­gie­rung zum nun­mehr ers­ten Umwelt­an­walt des Bur­gen­lan­des ernannt wurde. Alle, die Her­mann Früh­stück ken­nen und seine unglaub­li­che Ein­satz­be­reit­schaft zu schät­zen wis­sen, wün­schen ihm alles Gute für sei­nen neuen Auf­ga­ben­be­reich und ver­bin­den dies mit der Hoff­nung, dass er sich wei­ter­hin mit gro­ßer Tat­kraft und mit sei­nem für ihn typi­schen Enga­ge­ment für den Erhalt der natür­li­chen Res­sour­cen und für eine lebens­werte Umwelt ein­setzt.
In Aner­ken­nung sei­ner Ver­dienste für den Natur­schutz im Bur­gen­land wurde ihm anläss­lich des Aus­schei­dens als Lan­des­ob­mann die Ehren­ob­mann­schaft verliehen.

2. Umwelt­an­walt d. Bur­gen­lan­des:
Mag. Wer­ner Zech­meis­ter – von 2015 bis 2018


Ziele der Umweltanwaltschaft:

Die  Bur­gen­län­di­sche Lan­des­um­welt­an­walt­schaft ist zum Schutz der Umwelt ein­ge­rich­tet. Die­ses Ziel soll durch die Bewah­rung und Verbesserung …

  • der Umwelt als Lebens­grund­lage für Men­schen, Tiere und Pflanzen
  • der bio­lo­gi­schen Viel­falt und des Naturhaushaltes
  • der Kul­tur- und Naturlandschaft

erreicht wer­den.

Auf­ga­ben:

1. Recht­li­che Belange
Der Lan­des­um­welt­an­walt­schaft kommt Par­tei­stel­lung in Ver­wal­tungs­ver­fah­ren zu, die auf Grund bestimm­ter Lan­des­ge­setze, wie Bau­ge­setz, Raum­pla­nungs­ge­setz, Natur­schutz- und Land­schafts­pfle­ge­ge­setz, Elek­tri­zi­täts­we­sen­ge­setz, Stark­strom-Wege­ge­setz, Cam­ping- und Mobil­heim­platz­ge­setz, Ver­an­stal­tungs­ge­setz, Heil­vor­kom­men- und Kur­or­te­ge­setz, Tier­schutz­ge­setz und Flur­ver­fas­sungs­ge­setz, durch­ge­führt wer­den, um gesetz­lich ver­an­kerte Umwelt­schutz­vor­schrif­ten als sub­jek­ti­ves Recht gel­tend zu machen. Die dabei not­wen­dige Akten­ein­sicht und Aus­ein­an­der­set­zung mit Sach­ver­stän­di­gen­gut­ach­ten wer­den ebenso  besorgt wie die Wahr­neh­mung von Rech­ten nach dem Umwelt­ver­träg­lich­keits­prü­fungs­ge­setz (UVP‑G) und dem Abfallwirtschaftsgesetz.

2. Kon­troll­funk­tion
Bei Ver­dacht auf Bestehen eines Umwelt­miss­stan­des kann der Lan­des­um­welt­an­walt sein Initia­tiv­recht gel­tend machen und bei der zustän­di­gen Behörde den Antrag auf Behe­bung des Miss­stan­des stel­len, die Über­mitt­lung von Akten ver­lan­gen und Ein­sicht neh­men sowie frem­den Grund und fremde Anla­gen betre­ten, um im Inter­esse des Umwelt­schut­zes tätig zu wer­den. Der Lan­des­um­welt­an­walt hat die Mög­lich­keit die not­wen­di­gen Rechts­mit­tel zu ergrei­fen und Beschwer­den an die Gerichts­höfe öffent­li­chen Rech­tes zu erheben.

3. Koor­di­nierte Begut­ach­tung
Ent­spre­chende Pro­jekte, Gesetze und Ver­ord­nun­gen wer­den in Koope­ra­tion mit den jewei­li­gen poli­ti­schen Gre­mien, Behör­den und Insti­tu­tio­nen nach ihrer Umwelt­re­le­vanz begutachtet.

4. Ser­vice und Infor­ma­tion
Bür­ger und Bür­ge­rin­nen des Lan­des, Bür­ger­initia­ti­ven, Behör­den, poli­ti­sche Gre­mien und NGO’s wer­den in Umwelt­be­lan­gen fach­lich und recht­lich bera­ten, sofern sie sich an die Lan­des­um­welt­an­walt­schaft wen­den. Dies soll umfas­send erreicht wer­den, in Koope­ra­tion mit Erwach­se­nen­bil­dungs- und Bil­dungs­ein­rich­tun­gen, der Umwelt­be­ra­tung und den Medien.


Grund­sätze

Umwelt­schutz braucht Ehr­lich­keit!
Der Natur muss der nötige Raum gege­ben wer­den, die Viel­falt der Lebe­we­sen und des Natur­rau­mes muss gewähr­leis­tet sein und die Ver­net­zung der Lebens­räume muss gesi­chert wer­den, damit eine gesunde und lebens­werte Umwelt als Lebens­grund­lage vor­han­den ist.

Lebens­qua­li­tät sichern!
Was nützt der sicherste Arbeits­platz, was nützt der beste Ver­dienst, wenn Umwelt­be­ein­träch­ti­gun­gen ein gesun­des und ver­nünf­ti­ges Leben nicht ermöglichen.

Mit­ein­an­der nach Lösun­gen suchen!
Die Fak­ten müs­sen auf den Tisch und alle Betei­lig­ten müs­sen fach­lich und sach­lich kom­pe­tent mit­ein­an­der part­ner­schaft­lich nach der Lösung suchen, die allen dient und der Umwelt den not­wen­di­gen Stel­len­wert sichert.

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